Bernhard Sommergruber - Psychotherapeut - 1010 Wien - Seitenstettengasse 5
Tod: Wenn jemand stirbt. Tod: Wenn jemand lebt, aber sich tot fühlt.
Ein wesentlicher Unterschied.
Der Tod ist still. In mir ist es still und ich bin nicht tot. Ich fühle tot und stille mich nicht im Tod, da ich etwas nicht verraten will. Ich weiß nicht, was dies Etwas ist. Ich spüre den Tod. Ich spüre die Stille. Und die Stille ist doch nicht der Tod. Die Stille ist ein Teil von etwas Totem und doch auch Lebendigen. Die Stille ist etwas sehr Lebendiges. Die Stille ist nicht der Tod.
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Still. Und trotzdem so kräftig da. Und trotzdem so kräftig da gewesen. Gewesenes so kräftig da. Ein Tod. Es gibt nicht zwei Tode. Nur ein Mensch tot? Etwas Totes in mir? Etwas Gewesenes in mir. Etwas Gewesenes, das jetzt in mir ist, ist nicht verwesen, ist nicht ganz verwesen. Die Träne im Kopf und in der lähmenden Zehe. Der Tod ist dort und hier. Aber er ist nicht zwei. Der Schmerz ist viel, die Sicht eng. Aber gesehen das Gewesene, das dort war, das in mir ist.
Literatur zum Tod
Piumini / Buchholz: Matti und der Großvater, Hanser Verlag (Es gibt zwar bereits eine Taschenbuchausgabe, ich empfehle jedoch das Original.)
Ein Buch für Kinder und Erwachsene. Mattis Großvater stirbt. Alle sind traurig. Matti erlebt beim Trauern einen wunderbaren Ausflug mit seinem Opa. Und so erfährt er, daß der Großvater zwar gestorben, aber dennoch da ist.